Sowohl Chinesen als auch einige schon länger hier lebende Expats sparen gerne. Wo immer möglich versuchen sie die Ausgaben zu minimieren. Dies machen sie sogar bei ganz kleinen Beträgen und so stur, dass sie die allenfalls die aus den Sparmassnahmen entstehenden Kosten einfach ignorieren. Sie fahren während Tagen mit Bus und Metro (Taxi ist ja soo teuer.. lieber eine Stunde auf den Bus warten) auf der ganzen Insel rum und suchen nach dem Schnäppchen. Gratis ist der Bus auch nicht. Aber wenn sie den Fotoaparat dann für gerademal 100 Honkies (so nennen wir die Währung hier) billiger kriegen als wenn sie ihn im Internet bestellt hätten, ja, dann freuen sie sich. Hallo Opportunitätskostenprinzip?
Donnerstag, 26. Februar 2009
Dienstag, 24. Februar 2009
Bin ich schuld?

Wenn ich mir so die Kursentwicklung des Unternehmens, welches mich hierher geschickt hat, anschaue, so sind ein paar Zusammenhänge nicht von der Hand zu weisen. So sank seit bekanntwerden eines möglichen International Assignments der Kurs stetig und flackerte nur gelegentlich in unsicheren Zeiten, wie das Warten auf mein Arbeitsvisum oder wenn ich mal eine Woche frei hatte, auf. Scheint wohl als würden die mich Zürich doch brauchen. Wer weiss, für 14 Millionen komm ich vielleicht zurück. Auf dass es wieder bergauf gehe!
Voll automatisch.. nicht.
Wenn man hier einen Dienst abonniert, eine Pizza bestellt, ein Möbel kauft oder einfach mal das Formular (z.B. das A-38!) ausfüllt, ist das Prozedere meistens das selbe; zuerst ist alles voll hi-tech, schön online, mit Benutzername, Passwort und so. Sofort kommt ein Bestätigungs E-Mail. Alles paletti. Eben nicht.
Wahrscheinlich werden nun diese Daten in irgendeinem Keller mit einem antiken Nadeldrucker auf endlos Papier ausgedruckt und weil die Tinte leer ist, kann man es nicht lesen. Denn nun kommts: Jetzt muss mich ein Sachbearbeiter anrufen und mich in gebrochenem Englisch nochmals alle Informationen fragen. Wirklich alles. Einfach so, zur Bestätigung. Sobald sie meine Stimme hören sind sie wohl irgendwie beruhigt und es ist nun klar, dass ich tatsächlich existiere und sie Luftentfeuchter an eine reale Adresse schicken. Das ist kein Witz.
Wahrscheinlich werden nun diese Daten in irgendeinem Keller mit einem antiken Nadeldrucker auf endlos Papier ausgedruckt und weil die Tinte leer ist, kann man es nicht lesen. Denn nun kommts: Jetzt muss mich ein Sachbearbeiter anrufen und mich in gebrochenem Englisch nochmals alle Informationen fragen. Wirklich alles. Einfach so, zur Bestätigung. Sobald sie meine Stimme hören sind sie wohl irgendwie beruhigt und es ist nun klar, dass ich tatsächlich existiere und sie Luftentfeuchter an eine reale Adresse schicken. Das ist kein Witz.
Sonntag, 22. Februar 2009
Panda Channel
Wenn ich mal nicht gerade den leeren Lift beobachte, zappe ich schonmal auf meinen zweitlieblings Kanal: den Panda Channel. Den ganzen Tag lang kann man hier dem Panda Päarchen Le Le und Ying Ying bei ihrem Alltag zuschauen. Hat auch wieder was voyeuristisches, gebe ich zu. Im Gegensatz zum Lift läuft dafür noch so entspannende Panflöten-Musik. Die Pandas machen wirklich verrückte Sachen. Lassen sich immer wieder etwas neues einfallen. Hätte ich nicht gedacht! Die beiden wohnen im Ocean Park. Das ist so eine Robinsoe-Crusoe-Wildpark-Reservat-Kindergeburtstag-Chilbi, ganz in der Nähe. Muss ich unbedingt mal hin. Nur schon wegen Le Le und Ying Ying.
Donnerstag, 19. Februar 2009
Geht weg!
Von Zeit zu Zeit wird Hong Kong von einer schrecklichen Plage heimgesucht: Der U.S. Navy. Die denken sich: "Hey, coole Stadt, schöner Hafen.. lasst uns da mal Rast machen". Und so fahren sie dann Morgengrauen mit Flugzeugträger, Zerstörern und was so dazugehört hier im Hafen ein. Damit nicht genug. Die liebeshungrigen Seemänner (und Weiber, die aussehen wie Männer) strömen während Tagen zu tausenden in meine sonst so idyllischen Ausgeh-Orte wie Wanchai oder Lan Kwai Fong und heben drastisch den Männeranteil. Die Polizeipräsenz wird sichtbar und alles ist irgendwie.. stinkig. Na hoffentlich sind die bis zum Weekend wieder weg. Ich stehe dann auf meinem Balkon und winke. Ade!
Dienstag, 17. Februar 2009
Bürokratie

Kennt ihr die Szene von Asterix und Obelix, wo sie in so einem Haus den Passierschein A-38 besorgen müssen? Eine Formalität verwaltungstechnischer Art? Ja, etwa so ist es wenn man hier sich durch den Papierkrieg mit Behörden, Ämtern und Banken wühlen muss. Dazu kommt noch die extrem einfache Ausgangslage des in der Schweiz wohnhaften Holländers der mit einer Thailänderin eine Tochter hat und diese, inklusive Katze (die kommt aber aus Glarus) nach Hong Kong bringen will. Erstmal braucht man von allem eine Kopie. Natürlich muss diese in dem Land wo das zugrundeliegende Dokument herkommt beglaubigt, legalisiert, gestempelt oder gar persönlich vom König signiert sein. Danach darf man netterweise etwa drölfundachzig verschiedene Formulare ausfüllen. Natürlich sind die Felder hier auf 2-3 Chinesische Schriftzeichen ausgelegt und nicht auf einen aristokratischen Familiennamen. Egal, man machts, darf aber blos nicht glauben die schauen das nicht ganz genau an. Ich musste also noch den Begriff "Bern" auf "Berne" abändern. Wie dem auch sei, es braucht so wies aussieht noch eine kleine Reise zum Ministry of Foreign Affairs nach Bangkok und etwas Glück und meine Familie ist endlich vereint.
Sonntag, 15. Februar 2009
Sonntagsspaziergang
Wo sind am Sonntag die meisten Filipinas? Richtig, auf den Philippinen. Und am zweitmeisten garantiert in Hong Kong Central. Dort treffen sich die vielen Domestic Helpers philippinischer Herkunft (es leben rund 200'000 in Hong Kong) jeden Sonntag zum gemütlichen Picnic, Kartenspiel und Schwatzen. So gleicht die gesamte Innenstadt dem Platz vor dem Mailänder Dom, wenn es dort gratis Vogelfutter gäbe und alle Tauben der Stadt einfliegen. Nur dass es halt keine Tauben sind, sondern Filipinas. Und eben auch nicht Mailand, sondern Hong Kong. Später gehts dann zum Tanzen. So trifft man Sonntag Spätnachmittags in den Nuttenbars von Wanchai dann auch Jung und Alt beim Discobesuch. Mal was anderes. Und die Stimmung ist besser als sonst. Wieso ich das weiss? - Ein Freund hats mir erzählt :)
Samstag, 14. Februar 2009
Elevator CCTV
Wie einige von euch wissen, habe ich einen kleinen Lift Fetisch. So trifft es sich gut, dass hier in allen Aufzügen Kameras eingebaut sind. Natürlich nicht ohne diese auf dein Hauseigenen TV Kanal zu übertragen. Super! Ich könnte die Sendung Stundenlang schauen. Auch wenn niemand Lift fährt. Hat so was beruhigendes.
Samstag, 7. Februar 2009
Bel-Air
Ich wohne in Bel-Air. Die Residenz der Reichen und Schönen. Zumindest hätten die das wohl gerne. Im moment bin ich einer der wenigen Bewohner, Wirtschaftskrise sei dank. Nach meinen Berechnungen kommen also hier pro Einwohner etwa 6 Concierges, 3 Wachmänner, 2 Lift-Ladies 1 Maid und ein Schäferhund. Wobei ich finde Lift-Ladies könnte es ruhig mehr haben.
Es gibt nicht nur ein Bel-Air. Ich wohne in Bel-Air Phase 6. Da ist aber noch Phase 1, 2 und 4. Wo 3 und 5 sind weiss ich noch immer nicht. Die Türme in denen ich wohne nennen sich Bel-Air No. 8 (aber immernoch Phase 6). Dem Taxifahrer erkläre ich er soll zu Nummer 3 (da das neuste) und navigiere ihn dann zu Tower 5. Dieser steht neben Tower 3 da es Nummer 4 nicht gibt (da Unglückszahl) Alles sehr verwirrend mit den Nummern.
Falls ihr mich besuchen wollt kommt bitte mit eurem Ferrari oder Lamborghini. Die dürfen eben vor dem Gebäude parkiert werden. Alles andere muss in die Garage. Gut so.
Freitag, 6. Februar 2009
Was bisher geschah
Der bisher ereignisreichste Monat (eigentlich schon fast zwei. huii die Zeit vergeht hier wie im Flug) ist nun um. Ein kleiner Zeitraffer soll ihn zusammenfassen. Vorweihnachtliche Ankunft in Hong Kong mitsamt Katze. Bezug Serviced Apartment in Soho grad neben dem berühmten Elevator. Die riesige, aus mehreren Rolltreppen zusammengesetzte, mega Rolltreppe. Laut und viel zu viel Expats in diesem Gebiet. Allerdings praktisch um nach dem Ausgang nach Hause zu torkeln. Von dem gab es einiges zwischen Weihnachten und Neujahr. Einige coole Leute kennengelernt. Wohnungssuche und Erledigung des administrativen Krams: Hong Kong ID, Internet, Fernseher, Bankkonto, Kreditkarte (ah mist, die hab ich ja noch immer nicht). Es gab immer genug zu tun. Da kam die Arbeitsaufnahme eigentlich völlig unpassend. Bezug Büro Homebase in Cyberport. Schöne Aussicht, extrem viel Platz und keine Sau hier. Ein schöner Kontrast zum hibbeligen Stadtzentrum. Mir gefällts. Highlight im Januar: Geburt meiner ersten Tochter in Thailand. Der neugewordene Papi in weiser Vorahnung natürlich schon im Vorfeld angereist und live dabei gewesen. Ein unbeschreiblicher Moment. Dann wieder zurück in die neue Wahlheimat. Umzug in die neue Wohnung in Bel-Air, Möbelkauf und das ganze Programm. Nachteil: gleiche Aussicht wie im Büro. Vorteil: Wunderschöne Aussicht aufs Meer und die untergehende Sonne. Kaum angekommen schon hiess es wieder Happy New Year, diesmal das Chinesische. Ich wieder zu Frau und Kind in das thailändische Outback. Papi Modus total.
Montag, 2. Februar 2009
Es ist soweit
So, nachdem es das Internet doch schon einige Jahre gibt: Ich hab jetzt auch einen. Einen Blog. Na gratz dazu! Mal schauen ob das was wird.
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