Donnerstag, 26. August 2010

Miss Hinkebein

Der kleinen Jade geht es besser. Leider braucht die Verletzung noch länger um zu verheilen so dass sie noch eine Zeit lang eine Schiene tragen muss. Die kläglichen Gehversuche klingen dann auch entsprechend unheimlich. Wir stellen uns immer vor plötzlich in der Nacht das humpelnde "tock, tock" zu hoeren.

Mittwoch, 25. August 2010

Lampenfieber?

Zurück in Hong Kong. Highlight der Woche: mein erster grosser Auftritt vor grösserem Fachpublikum. Eine Grossbank hatte geladen und ich durfte eine Fallstudie zu verbessertem Risk Management vorstellen. Natürlich stieg die Spannung bereits als ich vor versammelter Menge im Panel platznehmen durfte. Wellen dieses unangenehmen Gefühls, man könnte gleich versagen, seine Stimme verlieren, den Inhalt vergessen und mit einem einzigen Auftritt seine gesamte Professionelle Karriere ruinieren, befallen einen immer häufiger. Da kamen mir die Erlebnisse der vergangener Woche zur Hilfe. Falls also irgendjemand ebenfalls ein Problem mit Lampenfieber hat dann kann ich folgendes empfehlen: Man stelle sich vor wie man sich einen Einlauf verabreicht und tiiief durch atmen. Die Präsentation flutsche dann auch nur so. Super Strategie.

Samstag, 21. August 2010

Ein schlimmer Tag

Wir waren gerade daran unsere Sachen aus der Villa zu packen und für die letzten Tage unser Hotelzimmer etwas weiter entfernt zu beziehen. Alle waren fröhlich und arglos am packen. In mitten des Tumults spielt meine kleine Tochter und lässt sich von ihrer Mutter schminken. Ganz stolz kommt sie und führt ihr Lidschatten und Wangenrouge vor. Immer wieder bewundert sie sich im Spiegel der da hinten an der Wand hing. Ich sah das Unheil noch vor dem inneren Auge und warnte meine Frau noch beiläufig darauf zu achten, bevor ich mich wieder von Nebensächlichkeiten ablenken liess. Da geschah es. Ein knall, ein klirren. Dann ein lauter Schrei. Dem folgen ein Schrei meiner Frau und das der Nanny. Der Spiegel ist von der Wand gefallen und im nächsten Moment liegt meine Tochter blutend in meinen armen. Ein erster Blick auf die Wunde, glücklicherweise nur eine und "nur" am Fuss, liess aber nichts Gutes erahnen. Ich als Hobbymediziner erkannte jedenfalls sofort, nachdem die Damen des Hauses es entweder nicht sehen konnten, wollten oder fast in Ohnmacht fielen, dass nun schnelles und gezieltes Handeln gefragt war. Nur wenige Augenblicke später sassen wir bereits in einem Taxi in Richtung Krankenhaus. Das Schreien meiner Tochter macht es schwierig einen klaren Gedanken zu fassen. Ihr Fuss hatte ich in Papiertaschentücher gepackt und hoffte dass die Saugkraft derer noch eine weile hinhalten würde. Zum Glück war die Fahrt nicht lange und schon bald konnte sich ein junges Ärzte Team um meine kleine kümmern. Der Schnitt war sehr tief. Ein offener Bruch und durchgetrennte Sehne. Als wir zum Röntgen mussten habe ich daran gedacht als ich das letzte mal im Spital war. Das war als mich mein Freund Eisi damals an einem Sonntagmorgen nach einer durchgezechten Partynacht ins Hirslanden Spital fuhr. Ich hatte mich wohl beim einsteigen in ein Taxi am Fuss verletzt. Leider waren die Szenen ganz und gar nicht zu vergleichen und ich hätte lieben gerne den Platz mit meiner Tochter getauscht. Ihr stand nun bereits die nötige Operation bevor. Für einmal war ich nun froh von meiner Firma so überversichert zu sein. Ein Anruf genügte und der ganze Papierkram war mir erspart geblieben. Nicht erspart blieb uns dafür das warten während der OP. Dies war wohl die längste Stunde unseres Elterndaseins und das wünsche ich wirklich niemandem. Als sie danach aufwachte wusste ich das schlimmste war überstanden. Nun heisst es abwarten und hoffen dass sich nichts entzündet. Ob wir wohl rechtzeitig nach Hong Kong zurückreisen können? Jedenfalls hat mir diese Geschichte wiedermal gezeigt wie wichtig es ist auf seine innere Stimme zu hören und entsprechen darauf zu reagieren. Zu schnell lassen wir uns von unwichtigem ablenken und ich danke Gott dass nichts schlimmeres passiert ist.

Dienstag, 17. August 2010

Fasten: Tag 3

Bald ist es geschafft. Nur noch einmal schlafen! Fast etwas zu einfach nur 4 Tage. Nächstes mal darf es ruhig mehr sein.

Montag, 16. August 2010

Fasten: Tag 2

Voll easy. Komme locker über die Runden. Zwar hatte ich nach einer Stunde geführter Meditation und anschliessendem Yoga einen leichten Schwächeanfall und von allerlei Köstlichkeiten halluziniert, aber die nächsten 2 Tage sollten auch noch gehen. Wieso mache ich das Ganze eigentlich? Nun ja, Durch Erlebnisse und Erkenntnisse der letzten Jahre, wohl auch geprägt durch meinen Wegzug aus Europa, der Suche nach Wahrheit und Gott, habe ich mich im April dieses Jahre dazu entschlossen ein auf fast ausschliesslich roher und veganischer Kost basiertes Leben zu führen. Was eigentlich nur als Experiment gedacht war hat sich nun doch über die angedachten drei Monate gezogen und wird mich wohl auch weiterhin überzeugen. Dieser Wandel hat auch einige andere Steine ins Rollen gebracht und weitere Erfahrungen im Bereich Gesundheit und Selbstfindung sind eine logische Konsequenz daraus.

Sonntag, 15. August 2010

Fasten: Tag 1

Wir haben es also nach Thailand geschafft (inkl. der heissen Ware). Diesmal mitsamt Nanny, denn es sollen ja erholsame Ferien werden. Wie auch immer man erholsam definiert wenn man mit 3 Frauen unterwegs ist. Wir nächtigen in einer kleinen Villa fernab vom eigentlich Resort. Dieses ist eine kleine Spa-Anlage welche sich auf biologische, rohe Küche, und speziell Fastenkuren diverser Art spezialisiert hat. Ich mich natürlich gleich für so eine angemeldet. Ideal wären 7 Tage fasten, ich mache aber wohl nur dreieinhalb. Die Speisekarte sieht einfach zu verlockend aus. Die Kur beinhaltet der totale Verzicht auf feste Nahrung, regelmässige Detox-Drinks und ja: Darmeinläufe! Nur soviel: Die Angestellten dort tragen T-Shirts mit der Aufschrift "shit happens".

Sonntag, 8. August 2010

Uuufpasse!

Zeit für ein bisschen Urlaub. Weil es so bequem ist eine Woche Samui. Nun hat sich der vermeintliche Hotelmanager bei mir gemeldet ob ich ihm nicht einen gefallen tun könne, seine Freundin liege im Krankenhaus und er brauchte dringend ein paar Kite-Drachen aus Hong Kong. Dafür gibt es auch gratis Übernachtungen und Abholdienste. Klingt verlockend.. wäre aber auch nicht der erste der danach lebenslang im Knast sitzt. Aufpassen!

Dienstag, 3. August 2010

Poolspiele

Ich bin ja bekanntlich ab und zu mal mit meiner kleinen am schönen Bel-Air Pool anzutreffen. Es wäre traumhaft, wenn da nicht einige Störfaktoren wären:
Will man von der Umkleidekabine raus zum Pool muss man eine Wasserschleuse durchlaufen. Diese soll einem wohl dazu zwingen sich zu vor dem Badespass zu waschen. Das runterpieselnde Wasser reicht aber gerade mal um das mitgebrachte Handtuch und wenn es gut geht noch das Mobiltelefon nass zu machen. Schikane pur!
Die 4 (ja vier! - wohl für jede Pfütze einen) Chinesischen Baywatch Verschnitte beobachten einen auf Schritt und Tritt. Zurecht unterbezahlt, hoffe ich wirklich dass nie jemand ihre Rettungskünste in Anspruch zu nehmen braucht.
Wenn man doch schon so over-staffed ist könnte man doch wenigstens erwarten dass die Liegekissen dementsprechend gewartet werde. Fehlalarm. Natürlich sind diese morgens immer total nass und bei der letzten Saison-Eröffnung musste man feststellen dass sich die Farbe der vormals weisen Liegen weiterhin verdunkelt hat. Pilz ahoi!
Damit nicht genug. Pünktlich zur Mittagszeit, also dann, wann man eigentlich genau Zeit hätte an den Pool zu gehen, machen die 4 Freunde gleichseitig Mittagspause. Der Pool muss also für eine Stunde geschlossen werden.
Janu, ansonsten ist es immer wieder schön wenn man mal runter geht. Man trifft die Nachbarn, tauscht sich übers Elterndasein aus und klaut anderen Kindern das Spielzeug. Der typische Chinese sieht übrigens, generations-unabhängig, am Pool wie folgt aus: haarloser Körper, schwarze Haare, Bürstenschnitt, hautenge Speedos und Taucherbrille. Marco! - Polo!