Freitag, 12. November 2010

Episode: Wohnung

Lange ist es her seit meinem letzten Blog Eintrag. Viel ist inzwischen passiert und viel ist noch am passieren. Ich komme darum gar nicht zum Schreiben. Um dich, lieben Blogleser und Blogleserin aber nicht im Stich zu lassen, hier die Episode mit der Wohnung.
Nach Wochenlangem Suchen und hin und her mit gierigen Landlords, unehrlichen Liegenschaftsagenten, dauernd die Unsicherheit über mein zukünftiges Einkommen, abgrasen von Inseraten, nur um dann herauszufinden dass die Wohnung schon weg ist oder noch zu haben jedoch nur zu 20% mehr Mietzins, habe ich nun zugeschlagen und mir eine Wohnung unter den Nagel gerissen. Meine Suche ging über Happy Valley, das trendige Quartier nahe der Pferderennbahn bis nach Discovery Bay, das Ferienparadieserlebnis für Expats. Von den fernen Küsten der Gold Coast bis zum urbanen Flair von Kennedy Town. Je länger ich Suchte desto schlimmer wurde es. Der Wohnungsmarkt in Hong Kong scheint auch mit jeder Woche hitziger zu werden und die Preise (hallo Immobilienblase) steigen unweigerlich. Nach vielen mühsamen Tagen musste ich dann mal in mich kehren und nochmals klar definieren was wichtig ist. Ich habe mich darum entschieden einen Ort zu wählen der Frau und Kind gut passt, der genug Platz bietet und eine schöne Aussicht hat. Tadaaa! Nach all dem Schlamassel ziehen wir nun 200 Meter weiter an die Küste. Gleiche Überbauung, gleiches Stockwerk, gleiche Apartmentnummer. Etwas grösser und ein Zimmer mehr. Zwar ist das Arbeitswegsproblem noch immer nicht gelöst, wir wissen dafür was wir bekommen und schön ist es allemal. Damit wir die Wohnung bekamen musste ich allerdings sehr tief in die Trickkiste greifen weshalb ich die nächsten Monate finanziell etwas unten durch muss. Spenden also herzlich willkommen. Danke.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

In China essen sie Hunde

In Hong Kong halten sie sie. Denn was macht man wenn man bereits einen rassigen Lamborghini fährt, ein tolles Penthouse besitzt und nicht mehr weiss wie man sonst noch seinen Status aufmotzt? Genau, man schafft sich einen Hund an. Natürlich nur einen Rassenhund. Ja lassen wir es gleich zwei sein, aber unterschiedliche. Nichts sieht ja bekanntlich besser aus als ein Chow Chow und ein Chihuahua die sich dauernd in den Leinen verheddern. Das letzte mal als ich eine ganz gewöhnliche Promenadenmischung sah muss wohl noch im Schweizerlande gewesen sein.
An Wochenenden ist ganz schlimm. Da strömen sie in die Parks. All die Hong Konger, mit ihren völlig überzüchteten Vierbeinern. Ausgerüstet mit kleinen Mäntelchen, Wasserfläschchen, Sonnen-zelten und riesigen Kamera-Objektiven um auch alle Regungen und Pickelpausen des Köters festzuhalten. Klar, sie müssen die restlichen Wochentage, an denen ihre Töle nur mit der Maid Gassi dürfen, möglichst kompensieren. Am besten indem alle gleichzeitig ihren pissenden, stinkenden, Schwanz wedelnden, Flohsäcke erlauben in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ihren Instinkten nachzugehen. Also das nächste Mal wenn so ein nur zum Fussabfegen verwendbarer Zeckenteppich wieder.. Mann Mann. Habe ich eigentlich schon erzählt dass ich eher der Katzentyp bin?

Dienstag, 5. Oktober 2010

Achtung Pfütze

Wenn man in Hong Kong auf der Strasse geht muss man nicht wie in anderen Ländern schauen wo man hin tritt. Man achtet zwar auf den Boden, nicht aber etwa um nasse Füsse zu vermeiden, sondern ganz einfach um zu verhindert dass eine der Millionen Klimaanlagen auf das Köpfchen tropft. Hoffentlich was gelernt.

Freitag, 1. Oktober 2010

Flathunting Season 2

Bald 2 Jahre um. Da ich das Kapitel Asien noch etwas verlängere, ist Wohnungssuche angesagt. Die jetzige ist zu klein, zu teuer, zu weit vom Büro weg (dieses wurde ja sinnigerweise nachdem ich nach Pok Fu Lam gezogen bin, gerade weil mein Büro dort war, dann nach Wanchai verlegt). Leider macht mir die aktuelle Markt- und Preislage (sowie auch noch weitere mühsame Umstände) da gerade einen Strich durch die Rechnung. So schauen wir uns mittlerweile Apartments fernab, auf der dunkler Seite (Mordor), den New Territories, an. Doch sogar da steigen die Preise unweigerlich und oftmals hat es nicht mal freie Wohnungen. Der Service der Agents lässt daher auch äusserst zu wünschen übrig und ich fahre deshalb mehr als zweigleisig. Eigentlich hatte ich damit gerechnet das ein Krieg, ein Supervirus, eine weitere Krise, dafür sorgt, dass gegen Ende dieses Jahres die Preise fallen. Wohl falsch gerechnet.

Montag, 27. September 2010

Wetmarket

Hong Kong hat in fast jedem Stadtteil einen sogenannten Wetmarket. Ein Gebäude mit mehreren Stockwerken. Als ich letztes in eben so einem in Kennedy Town war, wurde mir der unterschied zwischen Leben, veganischer Kost, und Tot, also Fleisch, vorgeführt. Während auf dem zweiten Stock die Frucht und Gemüse Abteilung ist, die wunderbar süsslich riecht und vor Lebendigkeit und Liebe nur so strotzt, befindet sich auf dem Dritten die Fleischabteilung: Gestank, tausende halb oder ganz tote, leidende Tiere. Sehr grausam wenn man sich dies mal bewusst wird. Und dabei sieht man noch nicht mal was mit den Tieren wirklich passiert, wenn man sie aus den engen Lagerhallen zu Schlachten führt. Wie kann man so etwas nur in seinen Körper aufnehmen wollen? Naja, jedem das seine. Ich gehe und knacke eine frische Durian.

Donnerstag, 23. September 2010

Europe vs. Asia IV

Aus aktuellem Anlass in Bezug auf damals noch Bundesrat Hand-Rudolf Merz's lustigem Auftritt betreffend seiner Rede zu Bündnerfleisch hier mal wieder ein kleines Wettrennen zwischen dem für mich alten und neuen Kontinent: Humor. Hier geht die volle Punktezahl an Europa. Die sprachliche Verbundenheit, die Vielzahl an Kontakten und Freunden sowie eine Fülle an Komödianten und Spassinhalten in den Medien führten dazu dass es damals immer etwas zu lachen gab. Oft vermisse ich den Humor im Büroalltag oder die lustigen Momente mit meiner Familie. Asien 3 - Europa 2.

Montag, 20. September 2010

Naturgewalten und Wanderfreuden

Ob irre Hitze, heftiger Regen oder Typhoons, Hong Kong hat es Klimamässig ganz schön in sich. Auch sollte man das Gelände nicht unterschätzten. Denn so zivilisiert diese Stadt auch sein mag und die Wanderwege gut gepflastert sind sollte man sich nie ohne genügend Ausrüstung auf den Weg machen. So geschehen letzten Sonntag als wir dachten einen kleinen Ausflug zu einem der Wasserreservate zu machen. Wir wunderten uns erst noch dass die Leute die uns entgegenkamen dies mit der professionellen Montur eines Kilimandscharo Besteigers taten. Später fanden wir dann auch heraus wieso und warum diese uns auch irgendwie komisch betrachtetes als wir mit dem Kinderwagen daher kamen. Die Strecke war teilweise so steil das wir teilweise sprichwörtlich am Berg standen (Wie in diesen Alb(p)träumen). Anders als bei vorhergegangen Erlebnissen habe ich aber diesmal rechtzeitig erkannt dass es schlauer ist umzukehren. Hätten wir das damals mit Freunden aus der Schweiz doch auch getan. Stattdessen haben uns dafür Einheimische mit einem Lieferwagen, der dann leider ab unserem Gewicht den Hügel nicht mehr hoch kam, gerettet und zurück in die Zivilisation gebracht. War aber schon lustig!

Sonntag, 19. September 2010

Bettgeflüster



Obwohl unsere Familie noch sehr klein ist, treten doch schon sehr häufig Platzproblem auf. Dies ist aber nicht ausschliesslich den engen Verhältnissen Hong Kong's zuzuschreiben. Wer zuerst kommt malt zuerst. Und da ich meistens der letzte bin der ins Bett steigt, muss ich mich mit dem Platz der noch übrig bleibt zufrieden geben. Tue ich das nicht, so kommt es in den Grenzzonen zu Gerangel und Territorialkämpfen. Ich habe das mal Schemenhaft skizziert. Gute Nacht!

Samstag, 18. September 2010

Manchmal..

Manchmal wünsche ich ich wäre wieder so, wie ich war, als ich das werden wollte, was ich jetzt bin. Allerdings wäre ich dann nicht das was ich jetzt bin und würde nicht erkennen, was ich bis jetzt geworden bin und so wie ich damals war und was ich damals tat, wird, zusammen mit dem was ich sein will, auch das was ich werde bestimmen. Ob hier wohl Kommas falsch gesetzt wurden? Wann hat alles angefangen? Als ich Vater wurde? Als ich entschloss nach Asien zu ziehen? Als ich damals meinen Stubentiger von einem Bauernhof in Glarus holte? Oder gar 9/11 (hat ja alles verändert)? Vielleicht sogar als mein Oberstufenlehrer in Meilen zu mir meinte "Du wirst es nie in die Sekundarschule schaffen"?. Nein, Ich glaube fast die Reise fing schon viel viel früher an. Und alles was bisher geschah musste genau so passieren wie es passierte. Und wie geht das Abenteuer weiter? Man darf gespannt bleiben.

Donnerstag, 16. September 2010

Neider

Kennt ihr das? Ihr erreicht etwas, habt Erfolg, seid Stolz auf euch und trotzdem kommt irgendwo immer, immer noch ein Neider her. Einer (lustigerweise meistens EINE!) die es einem auf keinen Fall gönnen kann. Nicht nur das, aber mit der negativen Art möglichst viele Leute um einen herum noch anstecken versucht. Ich könnte mich ja so darüber aufregen. Und ich tue es auch. Und mit jedem Gedanke daran nimmt dieses Negative Gedankengut Besitz von einem immer grösseren Teil von mir. Die Kunst ist jetzt, dieser Person zu verzeihen, sie als Lehrer auf meinem Lebenspfad zu sehen und diesen dann ohne schlechten Gedanken weiter zu gehen. Ich arbeite daran.

Montag, 13. September 2010

Scheiss Monat

Dieser Monat hat es wirklich in sich. Der Unfall, die verdorbene Ferienwoche, die Unwissenheit über Zukunft, Job, Wohnung und viele weitere damit zusammenhängende Episoden die wohl einen eigenen Blog Eintrag verdient hätten. Trotz allem gab es aber auch schönes und ich bin für alle guten Erlebnisse, erlebte Unterstützung, interessanten Kontakte und Gespräche dankbar.

Mittwoch, 1. September 2010

Miss Hinkebein meets Elmo

Da unsere Kleine ja mehr oder weniger gehbehindert ist, darf sie natuerlich soviel stubenhocken wie sie will. Daher vergeht auch kein Tag ohne entweder im Fernsehen, auf dem iPhone oder dem Computer jegliche Episoden von der populären Serie 'Elmo's World' rauf- und runterlaufen. Ich kenne mittlerweile wirklich alle auswendig. Das wirklich schlimme dabei ist dass die kleine Jade noch den Mister Noodle gut findet. La la lala, La la lala, Elmo's world!

Donnerstag, 26. August 2010

Miss Hinkebein

Der kleinen Jade geht es besser. Leider braucht die Verletzung noch länger um zu verheilen so dass sie noch eine Zeit lang eine Schiene tragen muss. Die kläglichen Gehversuche klingen dann auch entsprechend unheimlich. Wir stellen uns immer vor plötzlich in der Nacht das humpelnde "tock, tock" zu hoeren.

Mittwoch, 25. August 2010

Lampenfieber?

Zurück in Hong Kong. Highlight der Woche: mein erster grosser Auftritt vor grösserem Fachpublikum. Eine Grossbank hatte geladen und ich durfte eine Fallstudie zu verbessertem Risk Management vorstellen. Natürlich stieg die Spannung bereits als ich vor versammelter Menge im Panel platznehmen durfte. Wellen dieses unangenehmen Gefühls, man könnte gleich versagen, seine Stimme verlieren, den Inhalt vergessen und mit einem einzigen Auftritt seine gesamte Professionelle Karriere ruinieren, befallen einen immer häufiger. Da kamen mir die Erlebnisse der vergangener Woche zur Hilfe. Falls also irgendjemand ebenfalls ein Problem mit Lampenfieber hat dann kann ich folgendes empfehlen: Man stelle sich vor wie man sich einen Einlauf verabreicht und tiiief durch atmen. Die Präsentation flutsche dann auch nur so. Super Strategie.

Samstag, 21. August 2010

Ein schlimmer Tag

Wir waren gerade daran unsere Sachen aus der Villa zu packen und für die letzten Tage unser Hotelzimmer etwas weiter entfernt zu beziehen. Alle waren fröhlich und arglos am packen. In mitten des Tumults spielt meine kleine Tochter und lässt sich von ihrer Mutter schminken. Ganz stolz kommt sie und führt ihr Lidschatten und Wangenrouge vor. Immer wieder bewundert sie sich im Spiegel der da hinten an der Wand hing. Ich sah das Unheil noch vor dem inneren Auge und warnte meine Frau noch beiläufig darauf zu achten, bevor ich mich wieder von Nebensächlichkeiten ablenken liess. Da geschah es. Ein knall, ein klirren. Dann ein lauter Schrei. Dem folgen ein Schrei meiner Frau und das der Nanny. Der Spiegel ist von der Wand gefallen und im nächsten Moment liegt meine Tochter blutend in meinen armen. Ein erster Blick auf die Wunde, glücklicherweise nur eine und "nur" am Fuss, liess aber nichts Gutes erahnen. Ich als Hobbymediziner erkannte jedenfalls sofort, nachdem die Damen des Hauses es entweder nicht sehen konnten, wollten oder fast in Ohnmacht fielen, dass nun schnelles und gezieltes Handeln gefragt war. Nur wenige Augenblicke später sassen wir bereits in einem Taxi in Richtung Krankenhaus. Das Schreien meiner Tochter macht es schwierig einen klaren Gedanken zu fassen. Ihr Fuss hatte ich in Papiertaschentücher gepackt und hoffte dass die Saugkraft derer noch eine weile hinhalten würde. Zum Glück war die Fahrt nicht lange und schon bald konnte sich ein junges Ärzte Team um meine kleine kümmern. Der Schnitt war sehr tief. Ein offener Bruch und durchgetrennte Sehne. Als wir zum Röntgen mussten habe ich daran gedacht als ich das letzte mal im Spital war. Das war als mich mein Freund Eisi damals an einem Sonntagmorgen nach einer durchgezechten Partynacht ins Hirslanden Spital fuhr. Ich hatte mich wohl beim einsteigen in ein Taxi am Fuss verletzt. Leider waren die Szenen ganz und gar nicht zu vergleichen und ich hätte lieben gerne den Platz mit meiner Tochter getauscht. Ihr stand nun bereits die nötige Operation bevor. Für einmal war ich nun froh von meiner Firma so überversichert zu sein. Ein Anruf genügte und der ganze Papierkram war mir erspart geblieben. Nicht erspart blieb uns dafür das warten während der OP. Dies war wohl die längste Stunde unseres Elterndaseins und das wünsche ich wirklich niemandem. Als sie danach aufwachte wusste ich das schlimmste war überstanden. Nun heisst es abwarten und hoffen dass sich nichts entzündet. Ob wir wohl rechtzeitig nach Hong Kong zurückreisen können? Jedenfalls hat mir diese Geschichte wiedermal gezeigt wie wichtig es ist auf seine innere Stimme zu hören und entsprechen darauf zu reagieren. Zu schnell lassen wir uns von unwichtigem ablenken und ich danke Gott dass nichts schlimmeres passiert ist.

Dienstag, 17. August 2010

Fasten: Tag 3

Bald ist es geschafft. Nur noch einmal schlafen! Fast etwas zu einfach nur 4 Tage. Nächstes mal darf es ruhig mehr sein.

Montag, 16. August 2010

Fasten: Tag 2

Voll easy. Komme locker über die Runden. Zwar hatte ich nach einer Stunde geführter Meditation und anschliessendem Yoga einen leichten Schwächeanfall und von allerlei Köstlichkeiten halluziniert, aber die nächsten 2 Tage sollten auch noch gehen. Wieso mache ich das Ganze eigentlich? Nun ja, Durch Erlebnisse und Erkenntnisse der letzten Jahre, wohl auch geprägt durch meinen Wegzug aus Europa, der Suche nach Wahrheit und Gott, habe ich mich im April dieses Jahre dazu entschlossen ein auf fast ausschliesslich roher und veganischer Kost basiertes Leben zu führen. Was eigentlich nur als Experiment gedacht war hat sich nun doch über die angedachten drei Monate gezogen und wird mich wohl auch weiterhin überzeugen. Dieser Wandel hat auch einige andere Steine ins Rollen gebracht und weitere Erfahrungen im Bereich Gesundheit und Selbstfindung sind eine logische Konsequenz daraus.

Sonntag, 15. August 2010

Fasten: Tag 1

Wir haben es also nach Thailand geschafft (inkl. der heissen Ware). Diesmal mitsamt Nanny, denn es sollen ja erholsame Ferien werden. Wie auch immer man erholsam definiert wenn man mit 3 Frauen unterwegs ist. Wir nächtigen in einer kleinen Villa fernab vom eigentlich Resort. Dieses ist eine kleine Spa-Anlage welche sich auf biologische, rohe Küche, und speziell Fastenkuren diverser Art spezialisiert hat. Ich mich natürlich gleich für so eine angemeldet. Ideal wären 7 Tage fasten, ich mache aber wohl nur dreieinhalb. Die Speisekarte sieht einfach zu verlockend aus. Die Kur beinhaltet der totale Verzicht auf feste Nahrung, regelmässige Detox-Drinks und ja: Darmeinläufe! Nur soviel: Die Angestellten dort tragen T-Shirts mit der Aufschrift "shit happens".

Sonntag, 8. August 2010

Uuufpasse!

Zeit für ein bisschen Urlaub. Weil es so bequem ist eine Woche Samui. Nun hat sich der vermeintliche Hotelmanager bei mir gemeldet ob ich ihm nicht einen gefallen tun könne, seine Freundin liege im Krankenhaus und er brauchte dringend ein paar Kite-Drachen aus Hong Kong. Dafür gibt es auch gratis Übernachtungen und Abholdienste. Klingt verlockend.. wäre aber auch nicht der erste der danach lebenslang im Knast sitzt. Aufpassen!

Dienstag, 3. August 2010

Poolspiele

Ich bin ja bekanntlich ab und zu mal mit meiner kleinen am schönen Bel-Air Pool anzutreffen. Es wäre traumhaft, wenn da nicht einige Störfaktoren wären:
Will man von der Umkleidekabine raus zum Pool muss man eine Wasserschleuse durchlaufen. Diese soll einem wohl dazu zwingen sich zu vor dem Badespass zu waschen. Das runterpieselnde Wasser reicht aber gerade mal um das mitgebrachte Handtuch und wenn es gut geht noch das Mobiltelefon nass zu machen. Schikane pur!
Die 4 (ja vier! - wohl für jede Pfütze einen) Chinesischen Baywatch Verschnitte beobachten einen auf Schritt und Tritt. Zurecht unterbezahlt, hoffe ich wirklich dass nie jemand ihre Rettungskünste in Anspruch zu nehmen braucht.
Wenn man doch schon so over-staffed ist könnte man doch wenigstens erwarten dass die Liegekissen dementsprechend gewartet werde. Fehlalarm. Natürlich sind diese morgens immer total nass und bei der letzten Saison-Eröffnung musste man feststellen dass sich die Farbe der vormals weisen Liegen weiterhin verdunkelt hat. Pilz ahoi!
Damit nicht genug. Pünktlich zur Mittagszeit, also dann, wann man eigentlich genau Zeit hätte an den Pool zu gehen, machen die 4 Freunde gleichseitig Mittagspause. Der Pool muss also für eine Stunde geschlossen werden.
Janu, ansonsten ist es immer wieder schön wenn man mal runter geht. Man trifft die Nachbarn, tauscht sich übers Elterndasein aus und klaut anderen Kindern das Spielzeug. Der typische Chinese sieht übrigens, generations-unabhängig, am Pool wie folgt aus: haarloser Körper, schwarze Haare, Bürstenschnitt, hautenge Speedos und Taucherbrille. Marco! - Polo!

Dienstag, 27. Juli 2010

Winke Winke

Es scheinen irgendwie lokale Wahlen anzustehen. Jedenfalls winkt mir jeden Morgen bei der Fahrt ins Büro (ja, ich nehme neuerdings das Taxi weil dieses Busfahren mich irgendwie stört) ein sympathischer junger Mann zu. Unglaublich, aber auch abends bei der heimfahrt steht der kleine Mann noch dort. Also meine Stimme hätte er.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Alle Jahle wiedel..

Wie programmiert bin ich auch dieses Jahr genau zur selben Zeit für 5 Tage nach Japan gereist. Michael Jackson Tribute am Laufmeter, schlimmer Absturz mit meinem Tokyo Buddy am Freitag und viel Arbeit am Sonntag (der Samstag viel wegen Ausnüchterung ins Wasser). Diesmal hatte ich aber ein besseres Hotel und irgendwie war alles viel schöner und lustiger als letztes Jahr. Japan ist also dich ein cooles Land und jederzeit eine Reise Wert. Ungewollt hat sich die Reise dann noch um einen Tag verlängert: Ganz in der Tradition von "Missgeschicken auf Geschäftsreisen" bin ich abends spät, voller Vorfreude meine Familie wieder zu sehen, am Flughafen angekommen und wollte einchecken. Da hat mir doch tatsächlich das Firmenreisesystem einen Streich gespielt, sapperlot! Falscher Flughafen, classic.

Donnerstag, 24. Juni 2010

RE

Hallo liebe Blogleser! Damit dieser Blog nicht völlig verkommt, habe ich mich dazu entschlossen, nach über 8 Monaten meine Schreiberei fortzusetzen. Auch wenn ich nicht viele Leser habe, so passieren doch ab und zu kleine Geschichten welche einem diesen Lebensabschnitt in Asien immer in guter Erinnerung werden bleiben lassen. Wie lange ich noch hier bleibe steht momentan noch völlig in den Sternen. Gefallen tut es mir auf jeden Fall. Also, bis bald und stay tuned!